#SchreibnachtAdventskalender – Des Schäfers Weihnacht

Nachdem ich den Adventskalender schon eröffnen und euch mittendrin mit Katzen bewerfen durfte (da fliegt schon wieder eine), freue ich mich sehr, euch heute auch in die Feiertage verabschieden zu dürfen. Ich hoffe, der Adventskalender hat euch Freude bereitet.

Unterhalb der heutigen Geschichte liste ich noch einmal alle Links auf – denn ja, wir haben auch bemerkt, dass bei einer Verteilung über so viele Seiten im nächsten Jahr eine öffentliche Übersicht da sein muss, damit ihr nicht jeden Tag lange suchen müsst.

Und nun … Frohe Weihnachten.

Read more #SchreibnachtAdventskalender – Des Schäfers Weihnacht

#SchreibnachtAdventskalender – Die gegossene Katze

Seufzend hob Ella den Kopf und schaute aus dem Fenster. Nein, das war nicht ganz richtig, denn noch immer wirbelten die Buchstaben vor ihren Augen herum, obwohl sich auf der Scheibe oder dahinter keine befanden.

Sie hatte zu lange auf den Text geschaut, das war ihr klar. Aber das Pensum eines normalen Studiums schaffte man eben nicht, wenn man nicht mindestens zehn Stunden am Tag arbeitete. Zumindest nicht, wenn man nicht mogelte, und das lag ihr fern.

Langsam gewöhnten sich ihre Augen wieder an die Weite und das  fahle Sonnenlicht des Winters, so dass die tanzenden Buchstaben verschwanden und sie wieder die Nachbarschaft sah, die auf der anderen Seite der dreckigen Scheibe ihren normalen Gang nahm.

Ellas Blick wanderte über die Balkone an der Hauswand gegenüber. Einige sahen freundlich und gepflegt aus, mit den letzten bunten Blumen – Weihnachtssternen –  oder Strandkörben, obwohl selbst der nächste Badesee eine halbe Stunde entfernt war.  Aber manch einer holte sich das Urlaubsgefühl eben gern auf den Balkon.

Andere wirkten kalt, oder mit Deutschland-Flaggen verziert und damit eher problematisch in einer Zeit voll beginnendem Nationalismus.

Auf einem Balkon sah sie einen älteren, aber noch sehr gesund wirkenden Mann, der dabei war,  seinen schon kahlen Blumenkasten zu gießen. Nur Tannenzweige steckten darin. Ob er versuchte, aus ihnen Setzlinge zu züchten? Ging das mit Tannen denn? Plötzlich sprang seine rotgetigerte Katze auf die Brüstung.

Lächelnd streichelte der Herr sein Tier, bevor er die Gießkanne in Richtung der Katze schwenkte.

Ella zog die Brauen hoch. Von ihrer eigenen Katze und Badeversuchen wusste sie, wie so etwas enden konnte. Hoffentlich verletzte der rote Tiger weder sich noch sein Herrchen vor Schreck.

Doch die Katze schien das eher zu genießen, reckte und streckte sich auf der Brüstung unter den Wassertropfen. Doch sie streckte sich nicht nur, sie wuchs?

Zusehends wurde die Katze größer und auch das Fell verschwand. Nur ihre rote Tigerung behielt sie bei, während ihr große, ledrige Schwingen wuchsen.

Dann sprang der Nachbar auf das Wesen, dass gerade eher einem Drachen ähnelte. Das schien sich nicht daran zu stören. Im Gegenteil. Mit einem Jauchzen des Nachbarn und wenigen Flügelschlägen des Wesens waren beide aus Ellas Sichtfeld verschwunden und nur das fröhliche Lachen des Nachbarn klang noch einen Moment durch die Häuserschlucht.

Stirnrunzelnd blickte Ella zu ihrer eigenen Katze, die ihr demonstrativ den Rücken zuwandte und ihre Pfote leckte.

„Kannst du das auch?“, fragte die Studentin, griff sich eine Gießkanne und öffnete die Balkontür. Normalerweise passte sie auf, dass die Katze niemals nach draußen kam, aus Angst, sie würde dann abstürzen. Nur mit Leine ging sie mit ihrem Fellknäuel nach draußen in den Park. Doch heute ließ sie zu, dass die Katze ihr folgte.

Das schwarze Tier sprang behände auf die Brüstung und schaute sein Frauchen auffordernd an.

„Oh, bitte, stürz nicht ab“, flehte Ella leise und ließ die Gießkanne in einiger Höhe über den Rücken ihrer Katze pendeln. Sie benässte den dichten Pelz, der sich langsam in den Körper des Tiers zurückzuziehen schien. Und kurz darauf stand ein schwarzer Drache vor ihr, der ihr die Wange leckte.

Als sie die Augen aufschlug, lag sie neben dem Schreibtischstuhl auf dem Boden und ihr Hinterkopf tat weh. Aus irgendeinem Grund war die Balkontür offen. Und ihre Katze schaute sie so komisch an. Warum war das schwarze Fell so feucht? Ella verstand die Welt nicht mehr. Aber mit einem Seufzen stand sie auf, schloss die Tür, damit ihre Katze bloß nicht nach draußen lief, zog ihre Strickjacke bibbernd fester um sich, und machte sich dann einen starken Kaffee. Auf keinen Fall wollte sie über den Texten noch einmal so einschlafen, dass sie vom Stuhl fiel.

Dass auf dem Boden neben ihr ein paar Drachenschuppen lagen, bemerkte sie nie.


Hier geht es weiter mit den Türchen zu anderen: 
Gestern gab es Tür Nummer 9 im Schreibnacht-Magazin

#SchreibnachtAdventskalender – Winterwunsch

Im Autorenforum der Schreibnacht haben wir uns in diesem Jahr daran gemacht, einen Adventskalender zu erstellen. In den nächsten Tagen und Wochen werdet ihr teils auf Privatseiten, teils auf der Seite der Schreibnacht selbst (im Magazin) Kurzgeschichten und Gedichte rund um Winter, Weihnachten und alles drumherum finden.

Den Anfang darf ich machen, daher willkommen zu … wieder einmal meiner grumpigen guten Fee und diesmal einem Winterwunsch.

Read more #SchreibnachtAdventskalender – Winterwunsch

[TAG] Curious Writer Questions

Immer wieder nehme ich mir vor, hier auch mehr zu bloggen, um euch etwas an der Entstehung meiner Geschichten teilhaben zu lassen. Und, damit die, die mich nicht persönlich kennen, mich etwas kennen lernen können. Doch immer wieder weiß ich nicht, was ich schreiben soll, weil es schon so viele bloggende Autoren da draußen gibt, die viel mehr Ahnung haben. Denn um ehrlich zu sein, habe ich nicht wirklich Erfahrung in dem, was ich tu. Ich schreibe einfach, wie ich lesen möchte. Das kann richtig sein, das kann aber auch der völlig falsche Weg sein.

Jedenfalls würde ich gern mehr schreiben, habe bisher aber noch nicht den richtigen Ansatz gefunden. Vielleicht ist ja dieser Tag, den ich bei Paper Fury gefunden habe, ein guter Einstieg ins regelmäßige Posten?

Read more [TAG] Curious Writer Questions

Herzlichen Glückwunsch zum Buchgeburtstag, liebes Büchlein

Neben Schreibübungen war es hier im Blog in letzter Zeit doch sehr still. Das lag unter anderem daran, dass ich an der Überarbeitung meines Romanes saß.

Denn ich hab mich letztendlich entschieden, beim #DTVfantasynewcomer Wettbewerb auf Sweek mitzumachen. Erzählte ich das schon? Nun ist es soweit. Das Buch ist nicht nur vollständig überarbeitet – mit einer Last-Minute-Änderung heute morgen -, sondern für registrierte Leser auch komplett lesbar. Mein erster veröffentlichter Roman. Irgendwie.  Read more Herzlichen Glückwunsch zum Buchgeburtstag, liebes Büchlein

Datenschutz lässt grüßen

Lange habe ich mich nicht mehr gemeldet – bitte entschuldigt. Der April stand ganz im Zeichen des Camp NaNo. Und auch, wenn ich meinen Plan, den Roman innerhalb eines Monats komplett zu schreiben, nicht erfüllt habe, so habe ich doch das Ziel von 50.000 Wörtern geschafft. Jetzt gönne ich mir eine – hoffentlich – wohlverdiente Pause, lese erstmal viel, und fülle so hoffentlich meinen kreativen Tank, um dann in die zweite Phase zu gehen und alles zu schreiben, was meinem Roman noch fehlt. (Ein Gefühl sagt mir, dass der weit länger wird als die bisherigen zwei.)

Aber der eigentliche Grund, warum ich schreibe: Die DSGVO. Ihr werdet vielleicht sehen, dass die Website jetzt noch ein wenig spartanischer ist als vorher. Kein Teilen, kein Twitter-Feed, kein gar nichts.

Das wär zwar nicht nötig, sicher ginge vieles davon auch gesetzeskonform, aber da diese Seite vor allem der Information über meine Projekte und nicht in erster Linie dem Meinungsaustausch dient – auch wenn ich natürlich gern mit euch kommunizieren würde -, habe ich all das rausgenommen. Der Vorteil: Mit Ausnahme von Cookies sollte meine Seite jetzt völlig unproblematisch sein. Sie sollte keinerlei Daten mehr von euch erheben, auch keine Statistiken für mich. (Ich fliege jetzt hier blind.)

Somit sollte ich rechtlich also auf der sicheren Seite sein. Und auch meine wenigen Plugins (habe eigentlich nur noch welche FÜR die Einhaltung des Datenschutzes installiert), sollten euch völlig unbehelligt lassen.

Damit gibt es hier eine große Sorge weniger.

Nur … Es wäre nett, würdet ihr ab und an mal, wenn ihr mögt, bei den sozialen Medien ein paar Worte da lassen. Denn ich weiß jetzt wirklich nicht mehr, ob überhaupt wer Interesse an dieser Seite hat. 😉

Liebe Grüße und ich hoffe, ich schreibe in nächster Zeit wieder etwas häufiger.

Gedanken über die Zukunft

Noch immer habe ich keine Rückmeldung irgendeines Verlages. Mittlerweile sind alle Fristen um, was wohl heißt, dass ich jetzt überall abgelehnt bin. Nun ist die Frage, ob es sich lohnt. Mein ‚Das eine Buch‘ ist recht ruhige Fantasy, weder episch noch großartig romantisch, also nichts, was sich gerade gut verkauft. Nicht einmal sehr humorvoll, so dass man auf die Pratchett-Fanszene setzen könnte. Also selbst, wenn ein Verlag es inhaltlich mögen würde, wäre es aktuell vielleicht ein zu großes finanzielles Risiko?

Tja, aber die Alternative? Ich habe mich heute mit einer bereits gut veröffentlichten Autorin unterhalten, die jetzt vom Verlag ins Selfpublishing wechseln will und meinte, für den Anfang müsse man nicht unbedingt auf Lektorat bauen.  Wenn man wirklich gute Testleser fände, und mehrere Runden machen würde, würde man schon merken, ob das so gut geht. Und wenn sich abzeichnet, dass der Roman gut geht, könne man notfalls Lektorat hinterher schieben. Das sei nicht zwangsläufig der Todesstoß für eine Karriere.

Aber will ich überhaupt eine ‚Karriere‘? Klar, vom Schreiben leben zu können, wäre wunderbar, aber in Wirklichkeit ist das so gut wie unmöglich.  Ich habe nicht die Qualität von einem Christian Humberg oder Frank Schätzing (kann der überhaupt noch davon leben, er macht jetzt ja auch ständig Fernsehsendungen), kann aber auch nicht zwei oder drei Bücher pro Jahr abliefern, um aus der Masse statt aus der Klasse Geld zu generieren (oder gar aus beidem). Das trau ich mir einfach nicht zu. Also werde ich eh auf Dauer einen anderen Job brauchen und die Schriftstellerei nur als Hobby, und mit etwas Glück als winzigen Nebenerwerb betreiben.

Also kann ich es riskieren, mich vielleicht ohne Lektorat zu blamieren? Und was muss ich beachten? Wer kann mir sagen, welches Cover gut aussieht, und welches nicht?

  

(Ehrlich jetzt! Ich bin da ziemlich blind, was das angeht. Ich habe mich einfach mal an Platzhalter gesetzt, damit ich wenigstens IRGENDWAS habe, und ich könnte jetzt echt nicht sagen, ob diese Cover Totalreinfälle, mittelmäßig oder sogar gut sind.  Ob die Schrift passt, ob man bei den Farben was machen müsste, sowas kann ich schlicht nicht.)

Ich wünschte, es gäbe irgendwen, der mich da ein wenig an die Hand nehmen kann. Gut, den gäbe es – das wiederum würde aber wieder Geld kosten, denn derjenige wäre ein professioneller Cover Artist (oder wie auch immer man das nennt).

Aber ich kann die Entscheidung auch nicht einfach nur immer weiter vor mir herschieben. Ich glaube nicht, dass irgendwann der Ritter auf dem weißen, verdammten Pferd kommt, und mir genau sagt, was für mich der richtige Weg ist. Ich kann es nur ausprobieren. Und im schlimmsten Fall scheitern. DANN aber … kann es sein, dass mein Name auf immer verbrannt ist. Klar, dann könnte man sich ein neues Pseudonym suchen und von vorn anfangen. Aber das will ich ja auch nicht. Ich habe lange gebraucht, um eines zu finden, das auch ‚ich‘ ist. Das zwar nicht meinen Namen nennt, aber zu meiner Geschichte gehört, mit meiner Familie zu tun hat.

Ich werde jetzt einfach noch ein letztes Mal Testleser suchen. Und hoffen, dass ich diesmal keinen Schwund von 100% habe, wie in der letzten Runde. Und dann muss ich noch mal überarbeiten, nehme ich an – ja, ich gebe zu, ich hasse Überarbeitung. Und wenn mir dann keiner sagt, dass ich schreibe wie ein gehirnamputiertes Toastbrot, dann kann ich es vielleicht wagen. Denn in Wirklichkeit habe ich ja nichts zu verlieren. Wenn ich ohne große Investition reingehe, dann platzt vielleicht meine kleine, eh schon unrealistische Traumblase. Aber am Ende stünde ich genau dort, wo ich jetzt bin.

Warum nur hab ich dann doch so riesige Angst vor dem Sprung?

Das lange Warten

Es ist März. Tatsächlich scheint mittlerweile sogar (ab und an) die Sonne und es wird richtig warm, obwohl vor drei Tagen noch -10°C waren. Aber gerade wird das Wetter eher zur Qual. Nicht, weil ich es nicht mögen würde. Im Gegenteil, relativ kühl, aber trocken und hell ist eigentlich mein Fall.

Aber ich kann es nicht nutzen.  Denn gerade heißt es Warten.

  • Warten, dass endlich April und damit das Camp NaNoWriMo ist. Denn dafür habe ich ein (an-)geplottetes Projekt, auf das ich mich ein wenig freue. Das ich gern jetzt beginnen würde, um  aus der Motivationsflaute zu kommen. Aber dann hätte ich ja im April nichts, das ich locker runterschreiben kann. Und im Camp erscheint mir das doch wichtiger als zwischendurch.
  • Warten auf Rückmeldung von Verlagen und Agenturen bezüglich ‚Das eine Buch‘. Ich rechne nicht mehr damit. Ich fürchte langsam sogar, dass selbst die eine Agentur, die Antwort verspricht, sich nicht melden wird. Angeblich ist das wohl der normale Gang der Dinge in der Literaturbranche. Und in etwa einem Monat läuft die Frist ab. Danach bin ich abgelehnt. Dann kann ich mir überlegen, ob ich es noch bei den Agenturen und Verlagen versuche, die ich bis jetzt nicht angeschrieben habe – weil es mir albern erschien, gleich alle auf einmal zu stürmen.  Aber lohnt sich das überhaupt? Andererseits bin ich bei meinem Versuch, Selfpublishing durch kleine Jobs im Netz zu finanzieren, noch keinen Schritt weiter. Naja, 4 Euro und 11 Cent könnte ich mir jetzt auszahlen lassen. Aber die machen den Kohl wirklich nicht fett, zumal 20 Cent schon durch Bankgebühren wieder abgezogen werden würden. Also was tun? Es bleibt gerade nur warten.
  • Warten, dass ich genug Abstand von ‚Biest‘ (der Name muss echt geändert werden) habe, damit ich es überarbeiten kann. Damit ich herausfinden kann, ob es gut genug ist, dafür einen Verlag zu suchen – womit der vorige Punkt wieder von vorn losgehen würde.
    Als ich mit dem Roman anfing, glaubte ich, er wäre am Ende richtig schlecht. Überdramatisch, und gleichzeitig oberflächlich. Qualitativ schlecht. Aber durch die erste Überarbeitung (die ich immer schon beim Feinschliff der Erstfassung mache, um die Lücken auch wirklich logisch füllen zu können) habe ich mittlerweile das Gefühl, dass der gar nicht so mies ist. Da sind Schwächen drin, die ich auch selbst erkenne. Bei denen ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob ich sie alleine ausgemerzt kriege. Aber die Geschichte an sich ist mittlerweile rund. (Und in der Dramatik etwas abgeschwächt, so dass sie mir wirklich gefällt.)

Tja. Und so muss ich gerade gegen eine Schreibflaute ankämpfen. Zuerst mit Schreibübungen, jetzt aber sitze ich an einer Romanidee, bei der ich wieder nicht glaube, dass sie etwas wird. Ich probiere mich da gerade in einem völlig neuen Stil aus, aber merke schon nach nur 6 Seiten, dass die Protagonistin und ihre Art maximal für Literaten geeignet wäre. Sie redet sehr viel, sehr gesellschaftskritisch und nimmt so Tempo raus. Da das Ganze aber Science Fiction wird, was für viele Literaten ja wertlose Unterhaltungsliteratur ist, werde ich aber nicht einmal die damit erreichen können.
Aber zu der Idee passt einfach nichts Anderes.

Naja, ich versuche jetzt einfach, das durchzuziehen. Vielleicht wird es ja wie ‚Biest‘ am Ende durch Zufall doch tauglich. Oder es kommt in den tiefsten Winkel meiner Festplatte.

Alles ist besser, als nur beim Warten den Verstand zu verlieren. Und auch aus Fehlern wird man klug. Hoffe ich.

DSGVO und Schreibupdate

Liebe Leser,

auch wenn ich gar nicht weiß, ob es euch wirklich gibt, sagen meine Statistiken, dass sich doch ab und an jemand hierher verirrt. Und das, obwohl meine Website nur mit meinem Pseudonym-Twitteraccount verbunden ist, und ich sie nie großartig in der Weltgeschichte herumgereicht habe. Umso mehr freut es mich, dass dennoch Leute schon den Weg hierher finden. Danke dafür!

Einige haben sicher mitbekommen, dass es aktuell Unsicherheit gibt, inwiefern WordPress (und andere Blogs) der Datenschutzgrundverordnung entsprechen, die ab Mai auch strafrechtlich relevant ist. Probleme machen dabei wohl vor allem die Kommentarfunktionen, das Folgen und die Statistiken. (Und Newsletter, aber da ich so etwas selbst nicht gern lese, biete ich es ja auch nicht an.)

Da diese Website hier weniger ein Blog ist und vielmehr eine kleine Übersicht, woran ich arbeite, mit einem … Journal, bei dem ich nur über meine aktuellen Probleme oder Erfolgsmomente schreibe und keine wirklich relevanten Inhalte generiere, habe ich die Kommentarfunktion nun abgeschaltet. Auch der Folgen-Button ist – soweit es in einem System wie WordPress möglich ist – ausgestellt.

Wer mir wirklich folgen möchte, dem empfehle ich extra Feedreader wie Bloglovin, wo ihr jeden Blog zu eurer Leseliste hinzufügen könnt, selbst wenn er in dem System nicht registriert ist.  Und wer mir schreiben möchte, findet im Impressum die Emailadresse. Über nette Worte freue ich mich jederzeit – ebenso wie über tatsächlich konstruktive Kritik.

Lediglich die Statistiken werde ich, nach aktuellem Stand, nicht deaktivieren. Ich muss mich da mal weitergehend informieren, ob die von Jetpack angebotenen Statistiken erlaubt sind.  Das entsprechende Datenblatt, was da wo gespeichert ist, und das man im Zweifelsfall vorzeigen können muss, lege ich natürlich an.

Aber nun zu etwas Erfreulicherem. Ich sitze gerade an der ‚Erstüberarbeitung‘ von Biest. Wenn man es so nennen kann. Bisher habe ich immer die Szenen geschrieben, die mir gerade in den Sinn kamen, ohne eine komplett fixe Chronologie zu planen oder die Übergänge zu schreiben. Wenn die Szenen aber erstmal fertig geschrieben sind (was vor etwa zwei Wochen der Fall war), beginne ich noch mal ganz am Anfang, überarbeite, baue aus und lese mich so gleichzeitig in den Roman ein, um keine Logikfehler in die noch zu schreibenen Übergänge einzubauen. Und da bin ich gerade. Heute Morgen habe ich da quasi Halbzeit gefeiert und bin mittlerweile bei über 70.000 Wörtern, was für mich sehr viel ist. Leider kann ich mich darüber gar nicht richtig freuen. Die Geschichte ist für mich, obwohl noch Lücken zu schließen sind, eigentlich schon fertig. Das ist jetzt leider nur noch Pflicht, nicht mehr der Teil, der wirklich Spaß macht.

Ich will endlich wieder einfach nur schreiben. Erstmal einfach runterschreiben, was mir gerade in den Sinn kommt. (Vielleicht müsst ihr euch deshalb gerade durch diesen langen Post kämpfen?)  Und in den letzten Tagen habe ich positives Feedback von Leuten bekommen, die mich gar nicht kennen.  DAS freut mich natürlich, so ist es nicht. Sehr sogar. Aber dadurch juckt es mir nur noch mehr in den Fingern, wieder richtig zu schreiben.

Ich fühle mich gerade in meinem Manuskript gefangen, wie ein Zootier in einem zu kleinen Käfig. Aber es sind nur noch 15 Tage. Am 28. Februar will ich endlich die komplett vollständige Rohfassung von Biest fertig haben. Dann kommt es bis April in eine (virtuelle) Schublade und ich kann endlich mit dem schon geplotteten Geister-Roman anfangen. Und die Geschichte für die Ausschreibung von Fischer Tor weiterschreiben. Ihr ahnt nicht, wie sehr ich mich darauf freue! Aber dieser kleinkarierte Fitzelkram namens Überarbeitung gehört leider dazu, wenn man ein Buch wirklich gut und schlüssig machen möchte. Also stehe ich das jetzt durch.

Danke, dass ihr mir bei meinem Leid zulest. 🙂

Auf in den Februar

Der dunkelste Monat ist endlich vorbei. (Laut Statistik war der Januar sogar wirklich ungewöhnlich düster) und die Sonne schaut auch mal wieder zwischen den Wolken durch. So hat man gleich viel mehr wache Zeit zur Verfügung.

Bei mir lief der Januar sogar wohl relativ gut. Etwas mehr als 15k Wörter geschrieben, das ist definitiv mehr als die 400 Wörter, die ich sechs Mal die Woche schreiben will.

Und es geht wirklich langsam gut voran. Zwar habe ich noch keine Rückmeldung von Verlagen und Agenturen – die erste mögliche Rückmeldung ist frühestens nächste Woche zu erwarten und wegen der recht geringen Länge von ‚Das eine Buch‘ rechne ich eh eher mit Ablehnungen – aber dafür entwickelt sich ‚Biest‘ gut und hat jetzt schon meinen Erstling in der Länge übertroffen.

Aber auch mein Plotbunny, mein neues Herzensprojekt (miserabler Arbeitstitel ‚Geisterfreund‘)  wächst und gedeiht. Diesmal will ich – schrieb ich das schon? – ordentlich plotten und Charaktere ausarbeiten, bevor ich zu schreiben beginne. Der Rohplot steht schon und die beiden Protagonisten sind auch soweit startklar. Nur noch die Nebencharaktere, und dann kann es losgehen. Zum Glück, denn es ist sehr schwer, sich jetzt noch zurückzuhalten.

Und zum Schluss noch für die, die hier tatsächlich mitlesen und es noch nicht gesehen haben:
Der Phantastik-Verlagsteil von des Fischer Verlags hat eine Kurzgeschichtenausschreibung gestartet. Der Mensch – die vergessene Spezies. Zwar winken ’nur‘ 100 Euro bei Gewinn, aber einerseits sind das auch 100 Kugeln Eis – oder 100 günstige Kladden für Notizen zu den nächsten Romanen – und andererseits hat man dann einen Punkt mehr in der Autorenvita, wenn man es schafft. Also vielleicht hat der eine oder andere von euch ja Lust?