Datenschutz lässt grüßen

Lange habe ich mich nicht mehr gemeldet – bitte entschuldigt. Der April stand ganz im Zeichen des Camp NaNo. Und auch, wenn ich meinen Plan, den Roman innerhalb eines Monats komplett zu schreiben, nicht erfüllt habe, so habe ich doch das Ziel von 50.000 Wörtern geschafft. Jetzt gönne ich mir eine – hoffentlich – wohlverdiente Pause, lese erstmal viel, und fülle so hoffentlich meinen kreativen Tank, um dann in die zweite Phase zu gehen und alles zu schreiben, was meinem Roman noch fehlt. (Ein Gefühl sagt mir, dass der weit länger wird als die bisherigen zwei.)

Aber der eigentliche Grund, warum ich schreibe: Die DSGVO. Ihr werdet vielleicht sehen, dass die Website jetzt noch ein wenig spartanischer ist als vorher. Kein Teilen, kein Twitter-Feed, kein gar nichts.

Das wär zwar nicht nötig, sicher ginge vieles davon auch gesetzeskonform, aber da diese Seite vor allem der Information über meine Projekte und nicht in erster Linie dem Meinungsaustausch dient – auch wenn ich natürlich gern mit euch kommunizieren würde -, habe ich all das rausgenommen. Der Vorteil: Mit Ausnahme von Cookies sollte meine Seite jetzt völlig unproblematisch sein. Sie sollte keinerlei Daten mehr von euch erheben, auch keine Statistiken für mich. (Ich fliege jetzt hier blind.)

Somit sollte ich rechtlich also auf der sicheren Seite sein. Und auch meine wenigen Plugins (habe eigentlich nur noch welche FÜR die Einhaltung des Datenschutzes installiert), sollten euch völlig unbehelligt lassen.

Damit gibt es hier eine große Sorge weniger.

Nur … Es wäre nett, würdet ihr ab und an mal, wenn ihr mögt, bei den sozialen Medien ein paar Worte da lassen. Denn ich weiß jetzt wirklich nicht mehr, ob überhaupt wer Interesse an dieser Seite hat. 😉

Liebe Grüße und ich hoffe, ich schreibe in nächster Zeit wieder etwas häufiger.

Gedanken über die Zukunft

Noch immer habe ich keine Rückmeldung irgendeines Verlages. Mittlerweile sind alle Fristen um, was wohl heißt, dass ich jetzt überall abgelehnt bin. Nun ist die Frage, ob es sich lohnt. Mein ‚Das eine Buch‘ ist recht ruhige Fantasy, weder episch noch großartig romantisch, also nichts, was sich gerade gut verkauft. Nicht einmal sehr humorvoll, so dass man auf die Pratchett-Fanszene setzen könnte. Also selbst, wenn ein Verlag es inhaltlich mögen würde, wäre es aktuell vielleicht ein zu großes finanzielles Risiko?

Tja, aber die Alternative? Ich habe mich heute mit einer bereits gut veröffentlichten Autorin unterhalten, die jetzt vom Verlag ins Selfpublishing wechseln will und meinte, für den Anfang müsse man nicht unbedingt auf Lektorat bauen.  Wenn man wirklich gute Testleser fände, und mehrere Runden machen würde, würde man schon merken, ob das so gut geht. Und wenn sich abzeichnet, dass der Roman gut geht, könne man notfalls Lektorat hinterher schieben. Das sei nicht zwangsläufig der Todesstoß für eine Karriere.

Aber will ich überhaupt eine ‚Karriere‘? Klar, vom Schreiben leben zu können, wäre wunderbar, aber in Wirklichkeit ist das so gut wie unmöglich.  Ich habe nicht die Qualität von einem Christian Humberg oder Frank Schätzing (kann der überhaupt noch davon leben, er macht jetzt ja auch ständig Fernsehsendungen), kann aber auch nicht zwei oder drei Bücher pro Jahr abliefern, um aus der Masse statt aus der Klasse Geld zu generieren (oder gar aus beidem). Das trau ich mir einfach nicht zu. Also werde ich eh auf Dauer einen anderen Job brauchen und die Schriftstellerei nur als Hobby, und mit etwas Glück als winzigen Nebenerwerb betreiben.

Also kann ich es riskieren, mich vielleicht ohne Lektorat zu blamieren? Und was muss ich beachten? Wer kann mir sagen, welches Cover gut aussieht, und welches nicht?

  

(Ehrlich jetzt! Ich bin da ziemlich blind, was das angeht. Ich habe mich einfach mal an Platzhalter gesetzt, damit ich wenigstens IRGENDWAS habe, und ich könnte jetzt echt nicht sagen, ob diese Cover Totalreinfälle, mittelmäßig oder sogar gut sind.  Ob die Schrift passt, ob man bei den Farben was machen müsste, sowas kann ich schlicht nicht.)

Ich wünschte, es gäbe irgendwen, der mich da ein wenig an die Hand nehmen kann. Gut, den gäbe es – das wiederum würde aber wieder Geld kosten, denn derjenige wäre ein professioneller Cover Artist (oder wie auch immer man das nennt).

Aber ich kann die Entscheidung auch nicht einfach nur immer weiter vor mir herschieben. Ich glaube nicht, dass irgendwann der Ritter auf dem weißen, verdammten Pferd kommt, und mir genau sagt, was für mich der richtige Weg ist. Ich kann es nur ausprobieren. Und im schlimmsten Fall scheitern. DANN aber … kann es sein, dass mein Name auf immer verbrannt ist. Klar, dann könnte man sich ein neues Pseudonym suchen und von vorn anfangen. Aber das will ich ja auch nicht. Ich habe lange gebraucht, um eines zu finden, das auch ‚ich‘ ist. Das zwar nicht meinen Namen nennt, aber zu meiner Geschichte gehört, mit meiner Familie zu tun hat.

Ich werde jetzt einfach noch ein letztes Mal Testleser suchen. Und hoffen, dass ich diesmal keinen Schwund von 100% habe, wie in der letzten Runde. Und dann muss ich noch mal überarbeiten, nehme ich an – ja, ich gebe zu, ich hasse Überarbeitung. Und wenn mir dann keiner sagt, dass ich schreibe wie ein gehirnamputiertes Toastbrot, dann kann ich es vielleicht wagen. Denn in Wirklichkeit habe ich ja nichts zu verlieren. Wenn ich ohne große Investition reingehe, dann platzt vielleicht meine kleine, eh schon unrealistische Traumblase. Aber am Ende stünde ich genau dort, wo ich jetzt bin.

Warum nur hab ich dann doch so riesige Angst vor dem Sprung?

Das lange Warten

Es ist März. Tatsächlich scheint mittlerweile sogar (ab und an) die Sonne und es wird richtig warm, obwohl vor drei Tagen noch -10°C waren. Aber gerade wird das Wetter eher zur Qual. Nicht, weil ich es nicht mögen würde. Im Gegenteil, relativ kühl, aber trocken und hell ist eigentlich mein Fall.

Aber ich kann es nicht nutzen.  Denn gerade heißt es Warten.

  • Warten, dass endlich April und damit das Camp NaNoWriMo ist. Denn dafür habe ich ein (an-)geplottetes Projekt, auf das ich mich ein wenig freue. Das ich gern jetzt beginnen würde, um  aus der Motivationsflaute zu kommen. Aber dann hätte ich ja im April nichts, das ich locker runterschreiben kann. Und im Camp erscheint mir das doch wichtiger als zwischendurch.
  • Warten auf Rückmeldung von Verlagen und Agenturen bezüglich ‚Das eine Buch‘. Ich rechne nicht mehr damit. Ich fürchte langsam sogar, dass selbst die eine Agentur, die Antwort verspricht, sich nicht melden wird. Angeblich ist das wohl der normale Gang der Dinge in der Literaturbranche. Und in etwa einem Monat läuft die Frist ab. Danach bin ich abgelehnt. Dann kann ich mir überlegen, ob ich es noch bei den Agenturen und Verlagen versuche, die ich bis jetzt nicht angeschrieben habe – weil es mir albern erschien, gleich alle auf einmal zu stürmen.  Aber lohnt sich das überhaupt? Andererseits bin ich bei meinem Versuch, Selfpublishing durch kleine Jobs im Netz zu finanzieren, noch keinen Schritt weiter. Naja, 4 Euro und 11 Cent könnte ich mir jetzt auszahlen lassen. Aber die machen den Kohl wirklich nicht fett, zumal 20 Cent schon durch Bankgebühren wieder abgezogen werden würden. Also was tun? Es bleibt gerade nur warten.
  • Warten, dass ich genug Abstand von ‚Biest‘ (der Name muss echt geändert werden) habe, damit ich es überarbeiten kann. Damit ich herausfinden kann, ob es gut genug ist, dafür einen Verlag zu suchen – womit der vorige Punkt wieder von vorn losgehen würde.
    Als ich mit dem Roman anfing, glaubte ich, er wäre am Ende richtig schlecht. Überdramatisch, und gleichzeitig oberflächlich. Qualitativ schlecht. Aber durch die erste Überarbeitung (die ich immer schon beim Feinschliff der Erstfassung mache, um die Lücken auch wirklich logisch füllen zu können) habe ich mittlerweile das Gefühl, dass der gar nicht so mies ist. Da sind Schwächen drin, die ich auch selbst erkenne. Bei denen ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob ich sie alleine ausgemerzt kriege. Aber die Geschichte an sich ist mittlerweile rund. (Und in der Dramatik etwas abgeschwächt, so dass sie mir wirklich gefällt.)

Tja. Und so muss ich gerade gegen eine Schreibflaute ankämpfen. Zuerst mit Schreibübungen, jetzt aber sitze ich an einer Romanidee, bei der ich wieder nicht glaube, dass sie etwas wird. Ich probiere mich da gerade in einem völlig neuen Stil aus, aber merke schon nach nur 6 Seiten, dass die Protagonistin und ihre Art maximal für Literaten geeignet wäre. Sie redet sehr viel, sehr gesellschaftskritisch und nimmt so Tempo raus. Da das Ganze aber Science Fiction wird, was für viele Literaten ja wertlose Unterhaltungsliteratur ist, werde ich aber nicht einmal die damit erreichen können.
Aber zu der Idee passt einfach nichts Anderes.

Naja, ich versuche jetzt einfach, das durchzuziehen. Vielleicht wird es ja wie ‚Biest‘ am Ende durch Zufall doch tauglich. Oder es kommt in den tiefsten Winkel meiner Festplatte.

Alles ist besser, als nur beim Warten den Verstand zu verlieren. Und auch aus Fehlern wird man klug. Hoffe ich.

DSGVO und Schreibupdate

Liebe Leser,

auch wenn ich gar nicht weiß, ob es euch wirklich gibt, sagen meine Statistiken, dass sich doch ab und an jemand hierher verirrt. Und das, obwohl meine Website nur mit meinem Pseudonym-Twitteraccount verbunden ist, und ich sie nie großartig in der Weltgeschichte herumgereicht habe. Umso mehr freut es mich, dass dennoch Leute schon den Weg hierher finden. Danke dafür!

Einige haben sicher mitbekommen, dass es aktuell Unsicherheit gibt, inwiefern WordPress (und andere Blogs) der Datenschutzgrundverordnung entsprechen, die ab Mai auch strafrechtlich relevant ist. Probleme machen dabei wohl vor allem die Kommentarfunktionen, das Folgen und die Statistiken. (Und Newsletter, aber da ich so etwas selbst nicht gern lese, biete ich es ja auch nicht an.)

Da diese Website hier weniger ein Blog ist und vielmehr eine kleine Übersicht, woran ich arbeite, mit einem … Journal, bei dem ich nur über meine aktuellen Probleme oder Erfolgsmomente schreibe und keine wirklich relevanten Inhalte generiere, habe ich die Kommentarfunktion nun abgeschaltet. Auch der Folgen-Button ist – soweit es in einem System wie WordPress möglich ist – ausgestellt.

Wer mir wirklich folgen möchte, dem empfehle ich extra Feedreader wie Bloglovin, wo ihr jeden Blog zu eurer Leseliste hinzufügen könnt, selbst wenn er in dem System nicht registriert ist.  Und wer mir schreiben möchte, findet im Impressum die Emailadresse. Über nette Worte freue ich mich jederzeit – ebenso wie über tatsächlich konstruktive Kritik.

Lediglich die Statistiken werde ich, nach aktuellem Stand, nicht deaktivieren. Ich muss mich da mal weitergehend informieren, ob die von Jetpack angebotenen Statistiken erlaubt sind.  Das entsprechende Datenblatt, was da wo gespeichert ist, und das man im Zweifelsfall vorzeigen können muss, lege ich natürlich an.

Aber nun zu etwas Erfreulicherem. Ich sitze gerade an der ‚Erstüberarbeitung‘ von Biest. Wenn man es so nennen kann. Bisher habe ich immer die Szenen geschrieben, die mir gerade in den Sinn kamen, ohne eine komplett fixe Chronologie zu planen oder die Übergänge zu schreiben. Wenn die Szenen aber erstmal fertig geschrieben sind (was vor etwa zwei Wochen der Fall war), beginne ich noch mal ganz am Anfang, überarbeite, baue aus und lese mich so gleichzeitig in den Roman ein, um keine Logikfehler in die noch zu schreibenen Übergänge einzubauen. Und da bin ich gerade. Heute Morgen habe ich da quasi Halbzeit gefeiert und bin mittlerweile bei über 70.000 Wörtern, was für mich sehr viel ist. Leider kann ich mich darüber gar nicht richtig freuen. Die Geschichte ist für mich, obwohl noch Lücken zu schließen sind, eigentlich schon fertig. Das ist jetzt leider nur noch Pflicht, nicht mehr der Teil, der wirklich Spaß macht.

Ich will endlich wieder einfach nur schreiben. Erstmal einfach runterschreiben, was mir gerade in den Sinn kommt. (Vielleicht müsst ihr euch deshalb gerade durch diesen langen Post kämpfen?)  Und in den letzten Tagen habe ich positives Feedback von Leuten bekommen, die mich gar nicht kennen.  DAS freut mich natürlich, so ist es nicht. Sehr sogar. Aber dadurch juckt es mir nur noch mehr in den Fingern, wieder richtig zu schreiben.

Ich fühle mich gerade in meinem Manuskript gefangen, wie ein Zootier in einem zu kleinen Käfig. Aber es sind nur noch 15 Tage. Am 28. Februar will ich endlich die komplett vollständige Rohfassung von Biest fertig haben. Dann kommt es bis April in eine (virtuelle) Schublade und ich kann endlich mit dem schon geplotteten Geister-Roman anfangen. Und die Geschichte für die Ausschreibung von Fischer Tor weiterschreiben. Ihr ahnt nicht, wie sehr ich mich darauf freue! Aber dieser kleinkarierte Fitzelkram namens Überarbeitung gehört leider dazu, wenn man ein Buch wirklich gut und schlüssig machen möchte. Also stehe ich das jetzt durch.

Danke, dass ihr mir bei meinem Leid zulest. 🙂

Auf in den Februar

Der dunkelste Monat ist endlich vorbei. (Laut Statistik war der Januar sogar wirklich ungewöhnlich düster) und die Sonne schaut auch mal wieder zwischen den Wolken durch. So hat man gleich viel mehr wache Zeit zur Verfügung.

Bei mir lief der Januar sogar wohl relativ gut. Etwas mehr als 15k Wörter geschrieben, das ist definitiv mehr als die 400 Wörter, die ich sechs Mal die Woche schreiben will.

Und es geht wirklich langsam gut voran. Zwar habe ich noch keine Rückmeldung von Verlagen und Agenturen – die erste mögliche Rückmeldung ist frühestens nächste Woche zu erwarten und wegen der recht geringen Länge von ‚Das eine Buch‘ rechne ich eh eher mit Ablehnungen – aber dafür entwickelt sich ‚Biest‘ gut und hat jetzt schon meinen Erstling in der Länge übertroffen.

Aber auch mein Plotbunny, mein neues Herzensprojekt (miserabler Arbeitstitel ‚Geisterfreund‘)  wächst und gedeiht. Diesmal will ich – schrieb ich das schon? – ordentlich plotten und Charaktere ausarbeiten, bevor ich zu schreiben beginne. Der Rohplot steht schon und die beiden Protagonisten sind auch soweit startklar. Nur noch die Nebencharaktere, und dann kann es losgehen. Zum Glück, denn es ist sehr schwer, sich jetzt noch zurückzuhalten.

Und zum Schluss noch für die, die hier tatsächlich mitlesen und es noch nicht gesehen haben:
Der Phantastik-Verlagsteil von des Fischer Verlags hat eine Kurzgeschichtenausschreibung gestartet. Der Mensch – die vergessene Spezies. Zwar winken ’nur‘ 100 Euro bei Gewinn, aber einerseits sind das auch 100 Kugeln Eis – oder 100 günstige Kladden für Notizen zu den nächsten Romanen – und andererseits hat man dann einen Punkt mehr in der Autorenvita, wenn man es schafft. Also vielleicht hat der eine oder andere von euch ja Lust?

Dauerkrank

Ich bin jetzt eigentlich schon seit November dauerkrank – zum Glück hat die Erkältung damals erst genau einen Tag nach Beendigung der 50.000 Worte für den NaNo zugeschlagen -, aber langsam fängt es doch an, zu nerven.

Heute aber … hat es irgendwie geholfen. Dadurch, dass ich aktuell die meiste Zeit halbtot im Bett liege und im Fernsehen nichts läuft, das wirklich viel kognitiven Arbeitsspeicher belegt, habe ich endlich mal wieder eine Idee für’s Hauptprojekt gehabt. Und was soll ich sagen? Es geht voran. 1500 Wörter an einem Tag ist jetzt nicht viel. Aber innerhalb einer Stunde in einem Rutsch? Jaaa, ich bin gerade wieder auf der Spur.

Und ich bin in einem neuen Schreibforum, wo ich bisher noch nichts von Leuten bemerkt habe, die einen nur runterputzen wollen, um sich selbst zu erhöhen. Also … großes Yay von mir. Und ein wenig schnief – meine Nase trainiert eben nebenbei für einen Marathon. Aber wenn sie damit das Hirn etwas aufrüttelt? Kann ich mit leben.

Ich hoffe, bei euch läuft es auch gut. Ich mach hier mal eben Party. Also … wackel im Liegen mit den Zehen.

Fortschritte und Rückschritte

Ich habe mich gerade mal eine Woche nicht gemeldet und doch ist einiges passiert.

Eine Jobabsage kam. Das ist nicht weiter tragisch, das habe ich fünf Minuten nach meinem Vorstellungsgespräch schon gewusst. Weil eine ehemalige Kommilitonin nach mir dran war und ich weiß, dass sie um Längen besser ist als ich. Für die Stelle musste man nicht nur fachlich kompetent sein, sondern auch mit Menschen umgehen können. Während wir fachlich nicht so weit auseinander sind, ist sie ein wahrer Sonnenschein und kann mit JEDEM umgehen. Gegen sie hatte ich keine Chance.

Dafür habe ich jetzt mein Manuskript an mehrere Verlage und Agenturen geschickt. Noch nicht an alle, die auf den ersten Blick schon passen, aber eher wegen des Aufwandes, für jeden das Exposé umzuschreiben und eine andere Leseprobe anzulegen, da jeder andere Vorgaben hat. Das ist zeitaufwändig, aber die anderen schreibe ich natürlich auch noch an.

Naja, und dann gab es da die Fortschritte, die sich ein wenig nach Rückschritten anfühlen, weil ich überkritisch mit mir selbst bin. Ich komme gerade so schlecht mit ‚Biest‘ voran und habe einen Plothänger. Ich weiß, wie es ausgeht, weiß aber nicht, wie ich von kurz vor dem Ende zum Ende komme. Außerdem muss ich es noch in der Mitte ein wenig ausschmücken, suche aber da noch nach Inspiration. Daher quäle ich mich da gerade und die 400 Wörter am Tag sind eher kosmetische Reparaturen als wirkliche Handlung.

Und so habe ich einem der beiden Plotbunnys nachgegeben, die mich gerade angesprungen haben, und NOCH ein neues Projekt angefangen. Dabei finde ich schon nicht die Zeit, die anderen offenen weiterzuführen. Außerdem wollte ich jetzt den nächsten neuen Roman eigentlich mal professionell angehen. Charaktere erst langsam und schlüssig entwerfen, bevor ich sie in die Geschichte schmeiße. Satz mit X. Ich bin einfach nicht zum Planen gemacht. Ich muss spontan drauflos schreiben, sonst fließt es nicht.  Das ärgert mich. Denn so weiß ich nur noch weniger, ob meine Werke etwas taugen, ohne dass ich einen Profi an der Seite habe, der mich berät. Wenn ich wenigstens so vorgehen könnte, wie es empfohlen wird, um ein gutes Buch zu schreiben, hätte ich etwas Sicherheit. Dann braucht es immer noch Talent und Ideen, klar, aber zumindest irgendwas würde ich dann schon richtig machen.

Tja, und so komme ich in der Wortzahl voran, habe immer mehr Ideen, aber irgendwie bringen die nur noch mehr Zweifel und das Gefühl, dass ich nie wieder irgendeinen Roman fertigstellen werde. Das hatte ich vor dem einen Buch, vielleicht ist es jetzt wieder so? Weil das eine Buch DAS Buch war, das ich unbedingt mal lesen wollte und nun, wo ich dieses für mich perfekte Buch geschaffen habe, ist alles andere nur noch Nebensache?

Drückt mir die Daumen, dass das nur ein kleiner Hänger ist und ich einfach mal aus dem aktuellen Projekt ausbrechen muss, um Inspirationen dafür zu tanken. Nicht, weil ich es nicht beenden kann.

Willkommen 2018

Das Jahr ist um und ein neuer Abschnitt beginnt. Nun ist mir klar, dass der Tag, an dem der Jahreswechsel stattfindet, irgendwann recht willkürlich gewählt worden sein dürfte, aber ich möchte dennoch versuchen, diesen Neuanfang zu nutzen, so symbolisch er auch nur sein mag.

Ab gestern möchte ich es gerne schaffen, mindestens 400 Worte am Tag zu schreiben. Ja, 400 Worte sind nicht viel. Das wäre etwas mehr als eine Romanlänge im Jahr, und da ist noch gar nicht all die Überarbeitung mit eingerechnet. Aber eben deshalb ist das etwas, was der innere Schweinehund vielleicht auch an stressigen Tagen, bei Krankheit, Familienfeiern oder akuter Unlust zulassen wird.

Insgesamt soll in diesem Jahr (hoffentlich) alles ein wenig professioneller werden. Ich weiß, dass mein Hobby mich niemals ernähren wird. Aber zu schreiben, ohne es mit der Welt zu teilen, ist auch Verschwendung. Deshalb möchte ich einerseits versuchen, mehr zu schreiben, andererseits aber auch endlich mal mehr in Kontakt zur Welt treten. Versuchen, hier mehr zu schreiben, mich vielleicht mehr ‚vermarkten‘ und vor allem überlege ich, bei Wattpad mitzumachen und dort meine Arbeit mit euch zu teilen. Ich weiß nicht, ob das riskant ist. Ob man Bücher noch verkaufen kann, wenn die Welt sie vorher dort lesen konnte. Vielleicht ist es naiv und beendet meine Karriere schon, bevor ich sie überhaupt starten konnte. Aber vielleicht ist es auch DAS Sprungbrett, so dass ich entweder da entdeckt werde (haha, guter Witz, ich weiß), oder dass die Kritik dort mir so weiter hilft, dass ich die beste Autorin werde, die ich persönlich sein kann.

Jedenfalls möchte ich nun auch neue Wege beschreiten, mehr an mir arbeiten, mehr arbeiten generell, und demnächst auch mal die Fühler nach einem Verlag für ‚Das eine Buch‘ ausstrecken. Denn … ich hab dieses Baby zu lieb, als dass ich es nicht versuchen würde.

Ich hoffe, wir lesen uns in Zukunft öfter.

Britta

#NaNoWriMo und was folgt

Der NaNo ist jetzt seit drei Wochen vorbei und nachdem ich schon am 22. November das Ziel erreicht habe, bin ich irgendwie in eine Art Schreibkoma gefallen. Ich habe seit einem Monat kaum etwas getan.

Gestern habe ich mich dann endlich aufgerafft und habe zumindest den Rohentwurf für ein Exposé für ‚Das eine Buch‘ geschrieben. Es muss noch gekürzt werden, aber das war ein Erfolgserlebnis, immerhin schiebe ich das schon drei Monate vor mir her.

Letztendlich kann ich es aber nicht erwarten, dass 2017 endlich vorbei ist. Ich habe schriftstellerisch viel mehr erreicht als je zuvor im Leben – ihr ahnt gar nicht, wie viele Romane ich angefangen und nie weitergeschrieben habe -, aber gerade ist die Luft raus. Ich brauch einen kleinen Neustart und neue Motivation.

Ich hoffe, bei euch läuft es besser und ihr seid noch nicht in so einer Jahres-Endzeitstimmung. Habt frohe Weihnachten und rutscht gut.

#NaNoWriMo Tag 7

Nun ist schon fast eine Woche vergangen und tatsächlich habe ich bisher immer mein Tagesziel erfüllt. Aber ich muss zugeben, dass ich mit meinem Roman immer noch nicht wirklich gut vorankomme. Ich schreibe einzelne Szenen, aber die Verbindung fehlt noch. Und nur, weil das bei ‚Das eine Buch‘ gut lief, habe ich dennoch dieses Mal nicht mehr Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten, daraus jemals ein in sich stimmiges Projekt zu machen.

Ich meine, ich bin diesmal tatsächlich etwas weiter. Ich kenne meine Charaktere bei diesem Buch etwas besser, sie haben Motivationen, die über das Oberflächliche hinaus gehen. Und selbst der Plot nimmt langsam Gestalt an. Ich weiß nicht nur, was die Bösewichte machen, sondern auch den Grund dahinter. Aber irgendwie fühlt es sich dennoch holprig an. Und ich habe gleichzeitig das Gefühl, meilenweit vom fertigen Buch entfernt zu sein, und viel zu wenig Geschichte zu haben, um überhaupt die nötigen Worte und Seiten voll zu kriegen.

Aber schauen wir mal. Der NaNo ist ja nicht dafür da, ein perfektes Buch zu schreiben. Hinterher muss eh noch viel überarbeitet werden. Vielleicht schreibe ich gerade ja wenigstens was, woran man noch feilen kann.