Wie lange muss man nicht mehr geschrieben haben, um keine Autorin mehr zu sein?
Okay, ich gebe zu, das ist eine absurde Frage, wenn ich diesen Monat erst eine Lektoratsrunde für mein baldiges Verlagsdebüt beendet habe und im Mai erst eine Anthologie herauskam, in der ich nicht nur Herausgeberin, sondern auch Autorin war. Und vor wenigen Monaten erst eine Kurzgeschichte für eine Ausschreibung geschrieben und eingereicht habe.
Aber in letzter Zeit stelle ich mir die Frage trotzdem immer wieder. Weil ich derzeit zwar durchaus kleine Ideen, aber einfach keine Motivation habe. Nicht einmal in den Fanfictions, die ich nur für mich schreibe, habe ich wirklich was getippt.
Dabei habe ich so viel, was ich noch schreiben will. Ein Fantasy-Spielbuch mit einer Zauberschule für Erwachsene. Einen Plantpunk-SciFi (der vielleicht nur eine Kurzgeschichte wird, aber das muss ich erstmal herausfinden und dafür muss ich weiterschreiben). Einen Rural Fantasy, der in meiner Gemeinde spielt. Und die Kurzgeschichtensammlung mit einer mörderischen Barbiepuppe, die ich schon 2006 angefangen habe. Das Kinderbuch mit Taschendrachen und einem Drachendieb, das schon zu zwei Dritteln fertig ist.
Und das sind nur die, die ich schon angefangen habe. So viele Plotbunnys springen noch in meinen digitalen Notizen herum, selten mehr als zwei Sätze groß. Von schon fertigen Rohfassungen, die nur überarbeitet werden müssen, ganz zu schweigen. (Die aber alle nicht zum Programm von ohneohren passen, was mich am meisten ärgert, weil ich eigentlich unbedingt diesmal was zum Einreichen fertig haben wollte.)
Aber nichts davon will gerade geschrieben oder überarbeitet werden, alles blockiert.
Vielleicht wird das besser, wenn keine Veröffentlichung mehr aussteht, ich weiß es nicht.
Aber das ist der aktuelle Stand für diesen Monat. Und der Grund, warum ich mich frage, wann man aufhört, Autorin zu sein.
Leave a comment