Jahresrückblick 2025

Mit 2025 geht erneut ein Jahr vorbei, in dem ich nicht wirklich so viel und das geschrieben habe, wie und was ich eigentlich wollte. Und auch das Tracking von Worten hab ich komplett vernachlässigt – größtenteils, weil ich vor allem beim Einschlafen Fanfiction geschrieben habe, und abends keine Lust mehr auf Tabellen hatte, am Morgen dann aber nicht mehr dran dachte. Aber schauen wir mal, ob ich nicht ein paar Aussagen über das Jahr treffen und so einen Rückblick zaubern kann.

Zunächst mal schaue ich auf die

Vorsätze

Für 2025 hatte ich genau zwei Pläne:

  • Darauf achten, nicht zu viel zu schreiben, bis die Schulter wirklich wieder heile ist.
    Das hat jetzt nicht so wirklich geklappt. Zumindest ist die Schulter noch nicht wieder heile, und an manchen Tagen habe ich leider so viel geschrieben, dass sie gemeckert hat. (Ich merke es auch jetzt schon wieder, habe heute ja schon den Rückblick vom Buchblog getippt.
  • Zumindest an einer Ausschreibung teilnehmen.
    DAS hab ich geschafft. Und bin sogar angenommen worden. Gut, es war die Ausschreibung, bei der ich selbst auch eine von Herausgeberinnen bin, aber bei meiner Geschichte hat nur die Stimme von Nummer Zwei (naja, Nummer Eins, sie ist die Verlegerin) gezählt und es war anonymisiert. Also werte ich das mal als Erfolg, der hoffentlich nichts mit Nepotismus zu tun hat.

Ich glaube, Vorsätze für 2026 möchte ich diesmal gar nicht machen. Ich bin aktuell so unkreativ und ausgebrannt, dass ich am liebsten ein Jahr ganz pausieren würde. Aber einerseits kenne ich mich, ich halte es ganz ohne Schreiben nicht durch. Im Gegenteil, wenn ich zu lange nicht schreibe, werde ich kratzbürstig und psychisch auch etwas labiler als normal. Andererseits ist das hier aber auch Teil meiner beruflichen Tätigkeit und ich möchte nicht, dass mir die Künstlersozialkasse aufs Dach steigt. Oder gar das Finanzamt, weil ich zu viel nur mit einer Klientin mache und damit nicht mehr als freiberuflich, sondern als angestellt rüberkomme, was ich schlicht nicht bin. Also gibt es keine (vollständige) Erholung meiner kreativen Batterie für mich.

Hinzu kommt aber auch, dass 2026 ein relativ großes Jahr wird. Einerseits gebe ich eben die Anthologie (Zu den Wurzeln, Verlag ohneohren) mit heraus, die, wenn nicht die Welt untergeht, im nächsten Jahr ansteht, andererseits winkt auch mein Verlagsdebüt mit dem noch immer geheimen Geheimprojekt. Also, selbst, wenn ich absolut nichts schreiben würde – mein Autorinnen-Ich wird nächstes Jahr trotzdem ziemlich aktiv sein.


Jahresabschluss 2025

Soweit ich es nachverfolgen kann, habe ich knappe 4.200 Wörter in Projekten geschrieben, die tatsächlich potenziell veröffentlich werden können oder sogar schon unter Vertrag sind. Das sind 9.000 weniger als in 2024.

Mindestens 54.000 Wörter flossen in Fanfiction. Das sind 4.000 Wörter mehr als im letzten Jahr. Insgesamt bin ich also knappe 5.000 Wörter unter dem, was ich 2024 geschrieben habe. Ich muss zugeben, es hat sich nach deutlich weniger angefühlt.

Erneut habe ich natürlich einige Romane und Kurzgeschichten für andere korrLektoriert. Sehr wenig Sensitivity Reading war in diesem Jahr nötig – wenn man für einen ohnehin recht divers besetzten Verlag arbeitet, machen die Autor*innen schon einen Großteil der Vorarbeit. Was fast schade ist, weil ich es mag, in der Hinsicht nützlich zu sein. Aber gleichzeitig ist es natürlich auch toll, wie viele Leute da draußen schon von sich aus drauf achten, möglichst diskriminierungssensibel zu schreiben.

Eine Veröffentlichung gab es in diesem Jahr leider nicht. Was auch etwas daran liegt, dass ich mich nicht dazu aufraffen konnte, die beiden Werke, die ich gern hier als „Pay What You Want If You Want“ veröffentlichen würde, endlich fertig zu stellen. Eines braucht eigentlich nur noch ein Cover und die E-Book-Formatierung, aber daran hing ich so lange fest, dass der Sommer fast um war – und es ist halt ein Sommerbuch.

Vielleicht schaffe ich das im nächsten Jahr. Ich hoffe es, denn ich musste bei der Überarbeitung schon einiges verändern, weil Dinge wie das Deutschlandticket und die Kassenbonpflicht tatsächlich einen Einfluss aufs Buch hatten und eingebaut werden mussten. Ich will das nicht noch mal durchmachen müssen. 😀  (Oder gilt es schon als historische Fiction, wenn es eine Zeit vor dem Deutschlandticket darstellt?)

Aber wie gesagt, keine festen Vorsätze. Ans nächste Jahr geh ich so entspannt wie irgendmöglich ran und hoffe, dass das hilft, wieder Spaß, Energie und vor allem größere, tatsächlich für eine Geschichte reichende Ideen am und fürs Schreiben zu bekommen.

Wie verlief euer Jahr?

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und wir lesen uns hoffentlich im Januar.

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